Bye-bye, Jojo-Effekt!

Es gibt mittlerweile mehr Diätkonzepte als man Kalorien zählen kann – und die meisten funktionieren nicht – vor allem nicht langfristig. Wir zeigen Ihnen, wie Sie gesund abnehmen, Energie tanken und Ihr Gewicht endlich halten können.

 

Fünf Kilo in fünf Tagen! Schlank, ohne zu hungern! Und ohne Sport! Klingt super, oder?

 

Und darum zieren solche Schlagzeilen gerade die Titelblätter der meisten Frauenzeitschriften. Perfektes Timing, denn zu Beginn eines neuen Jahres nehmen sich immerhin laut einer aktuellen DAK-Umfrage etwa 35 Prozent der Deutschen vor, abzunehmen – und lassen sich von den wohlklingenden Versprechungen locken. Die schlechte Nachricht: Es funktioniert nicht. Denn die meisten dieser Diäten zielen auf schnellen Erfolg durch radikales Kaloriensparen, der aber nicht von Dauer ist. Das Ergebnis: Die mühsam heruntergehungerten Kilos sind schnell wieder drauf – und eine Menge Frust gibt’s gratis dazu. Wir stellen Ihnen drei Diät- bzw. Ernährungsformen vor und sagen, ob diese sich zum nachhaltigen Abnehmen eignen.

 

1. Vegane Ernährung

Fast eine Millionen Deutsche ernähren sich mittlerweile vegan – aus ethischen, aber auch gesundheitlichen Gründen. Und die Wissenschaft gibt ihnen Recht: Veganer haben deutlich seltener Übergewicht, bessere Blutwerte, seltener Diabetes und sind oft leistungsfähiger als Menschen, die Mischkost essen. In einer US-Untersuchung kam heraus, dass über 20 Prozent der Bevölkerung an Fettleibigkeit leiden, unter den Veganern aber nur 2 Prozent. Das liegt, so die Forscher, vor allem an dem hohen Gemüse- und Ballaststoffanteil in veganer Nahrung.

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Sich vegan zu ernähren ist also zum Abnehmen und für die Gesundheit eine gute Entscheidung. Allerdings sollte man auf eine ausreichende Zufuhr bestimmter Nährstoffe, wie Vitamin B 12, Zink und Eisen achten, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Sehr gute Infos, Tipps und Rezepte zu veganer Ernährung gibt es zum Beispiel unter vebu.de.

 

2. Low Carb

Einer der Klassiker unter den Diäten ist es, auf Kohlenhydrate, vor allem am Abend, weitgehend zu verzichten. Eine Schlüsselrolle spielt bei dieser Diätform das körpereigene Hormon Insulin.

Das Prinzip Low Carb setzt darauf, durch eine geringe Kohlenhydratzufuhr den Blutzuckerspiegel möglichst stabil zu halten.

Wenn wir essen, besonders bei kohlenhydratreicher Kost, steigt der Blutzuckerspiegel an, unsere Bauchspeicheldrüse schüttet Insulin aus, um diesen wieder zu senken. Nehmen wir zu viele Kohlenhydrate auf, wandeln wir den überschüssigen Zucker in Fett um und lagern es „für schlechte Zeiten“ ein – ein Mechanismus, der in der Steinzeit sinnvoll war, jetzt aber zu Übergewicht führen kann, da wir ständig Nahrung zur Verfügung haben.

 

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Das Prinzip Low Carb setzt darauf, durch eine geringe Kohlenhydratzufuhr den Blutzuckerspiegel möglichst stabil zu halten. In seiner extremen Form, als sogenannte ketogene Ernährung, bei der keine Kohlenhydrate aufgenommen werden, ist Low Carb nicht empfehlenswert, da es durch den hohen Eiweißanteil die Nieren belastet. In gemäßigter Form, mit dem Schwerpunkt auf langkettigen Kohlenhydraten aus Vollkornprodukten und einer Reduktion der Kohlenhydrate am Abend kann Low Carb aber durchaus zu einer langfristigen gesunden Gewichtsreduktion beitragen.

 

3. Intermittierendes Fasten

„Fünf Tage pro Woche genießen, zwei Tage fasten – ein guter Plan!“

Allerdings sollten Sie auch an den „regulären“ Tagen darauf achten, nicht mehr als etwa 2000 Kalorien zu sich zu nehmen, ein bisschen naschen ist aber kein Problem.

An den beiden Fastentagen (auf zwei reguläre Tage folgt meistens ein Fastentag) ist nur Wasser, Gemüsebrühe oder ungesüßter Tee erlaubt. So kommen Sie über die Woche gesehen auf eine deutlich geringere Kalorienzufuhr und nehmen zuverlässig ab.

I carried a watermelon #DirtyDancing 💋🍉❤️

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In Hollywood schon längst ein Trend.

Neue Studien zeigen, dass intermittierendes Fasten eine naturnahe Ernährungsform (in der Steinzeit gab es nicht jeden Tag etwas zu essen) und daher gut verträglich ist.

Allerdings ist es Typsache, ob man die beiden Fastentage pro Woche durchhält.

 

Sport-Tipp:

Vorbei sind die Zeiten, in denen man stundenlange Joggingrunden drehen musste um abzunehmen – zum Glück!

H.I.T., also High Intensity Training funktioniert viel besser und braucht nur ganz wenig Zeit. Japanische Forscher um den H.I.T.-Guru Izumi Tabata fanden heraus, dass hochintensives Intervalltraining den Stoffwechsel viel stärker anheizt als moderates Ausdauertraining – und so zu deutlich besseren Abnehmerfolgen führt.

 

Das Beste: Nur 4 Minuten Workout sind genug!

 

Die haben es allerdings in sich: Auf je 20 Sekunden Maximalbelastung (z.B. Sprints oder Seilspringen) folgen 10 Sekunden Pause, dann die nächste Belastung. Das Ganze wird achtmal wiederholt. Diese vier Minuten verlangen Euch alles ab – aber hey, es sind nur vier Minuten! Und die Ergebnisse können sich sehen lassen – probieren Sie es aus!